In 90 Minuten um die Erde mit Prof. Dr. Ulrich Walter

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Neukirchen. (eh) „Die meisten Bilder die wir von der Raumstation aus sehen und aufnehmen können sind Wolken und die Meere, also weiße und blaue Farben, also bayrisch“, witzelte Dr. Walter Ulrich bei seinem Referat am vergangenen Samstag im vollbesetzten Hieblsaal in Neukirchen. Das Autohaus Niedermayer hatte eingeladen und der Erlös dient ausschließlich sozialen Zwecken. 

Es war eine Reise um die Welt, eine Reise in Neunzig Minuten in der alle 45 Minuten die Nacht zum Tag wird und umgekehrt. Bei den Einsätzen außerhalb der Raumstation brauchen die Astronauten deshalb Licht, denn die sogenannten Weltraumspaziergänge, die eigentlich harte Arbeit sind, dauern über viele Stunden hinweg.

Bevor Dr. Ulrich mit den zahlreichen Zuhörern auf die Reise um die Erde ging, gab er einen kurzen Einblick über das unvorstellbar komplizierte und anspruchsvolle Auswahlverfahren. Nur wenige Gäste im Hieblsaal hätten den ersten Test positiv abgeschlossen. Immerhin zehntausend Personen bewerben sich auf die schlichte Anzeige im Internet. Sechs von ihnen dürfen dann den Flug ins All antreten, so wie im Jahre 1993 auch Dr. Walter Ulrich.  Zuvor musste auch er die Trainingslager in Houston durchgehen um dann in Baikonur erst einen Baum zu pflanzen und dann  mit einem Shuttle zur ISS(Internationale Raumstation) zu fliegen. „ Der Start von dort aus ist immer in der Nacht, weil man dann am Tag andocken kann“, erklärte Dr. Ulrich. „ In der Raumstation selbst ist alles Technik in einem fensterlosen Raum, und das sechs Monate lang, das wird dann auch zum psychischen Problem und zeichnet einen Astronauten aus es zu überwinden“, so der Referent. Ein weiteres Defizit ist der starke Muskelabbau. Deshalb spornt die NASA ihre Raumfahrer auch zu sportlichen Aktivitäten innerhalb der Station an.

Redner erklärt ein Bild 

„ Oh, boy what a view“, (was für ein Ausblick), dafür haben im All die Italiener gesorgt und zum Ausgleich für die Enge in der Station eine „Cupula“ spendiert, die es den Astronauten ermöglicht auf die Erde hinab zu schauen und gleichzeitig exzellente Fotos zu schießen.

Redner erklärt ein Bild 

Genau diese Bilder, und die aus dem Teleobjekt der Raumstation, ermöglichen einen Vortrag über die neunzig Minuten rund um die Erde. Dr. Walter Ulrich nahm die Zuschauer mit auf einen Flug rund um den Globus, der zur sagenhaften Geographiestunde wurde.  „Den Weg zum Horizont legt man dort oben in drei Minuten zurück, „ so der Referent. Während man noch auf die Meerenge bei Gibraltar blickt, überfliegt man das Mittelmeer und findet sich wieder mit Sicht auf die griechischen Inseln und bald schon Kleinasien. Im Süden des Mittelmeeres kann man die akkurate Grenze am Rande der Sinai zwischen Ägypten und Israel genauso gut erkennen, wie dann im fernen Asien von oben die Route zum Aufstieg auf den Mount Everest. Beeindruckende Bilder zeigte der Redner auch von den Atollen der Südsee und den gemäldegleichen Abbildungen australischer Landschaften. Beeindruckend waren auch die Nachtaufnahmen aus dem All von den berühmten Nordlichtern am Polarkreis und den zahlreichen Lichtern über Italien und der ewigen Stadt. Anhand von Venedig zeigte er, wie genau auch Sehenswürdigkeiten baulicher und natürlicher Begebenheit mit Blick aus dem Weltall gut sichtbar sind.

Redner erklärt ein Bild 

„Am Ende der Mission landet man in der baumlosen Steppe Kasachstans,  wo zweihundert Kilometer hin oder her, je nach Windstärke, ein Landeplatz in Frage kommen könnte“, beendete Dr. Ulrich seinen Vortrag. Abschließend informierte er noch über die, in Kürze anstehende Landung von Alexander Gerst, der am 20. Dezember wieder auf die Erde zurückkommen wird.  Der Sender „ Welt“ wird es um 6.00 Uhr morgens  mit Livekommentar von Dr. Ulrich übertragen.

 

Fotos: Erika Hartmannsgruber

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